Was ist Performance Recruiting?

Wir erklären euch die neue Methode qualifizierte Bewerbungen zu generieren

Diesmal geht es um Berufsbezeichnungen. Warum solltet ihr hippe Jobnamen vermeiden und wie findet ihr die passende Variation? Wir erklären es euch.

Beim Performance Recruiting spielen (für uns) neben der bloßen Platzierung einer Werbeanzeige weitere Faktoren eine gewichtige Rolle:

  • sehr detaillierte Zielgruppenrecherche und Ableitung gefragter Rahmenbedingungen / Benefits
  • Targeting (zielgruppengenaue Aussteuerung der Werbeanzeige(n))
  • Ansprache passiv-suchender Top-Kandidaten
  • Mobiler, schnell durchführbarer Bewerbungsprozess
  • das Unternehmen bewirbt sich (indirekt) beim Kandidaten und muss überzeugen

Performance Recruiting wird oft auch als Social Recruiting bezeichnet, wobei Social Recruiting strenggenommen auch andere Ansätze auf den sozialen Netzwerken beinhaltet. So zählen „Active Sourcing“ Ansätze, also Recherche nach geeigneten Kandidaten über Social Media, normale Postings und Direktnachrichten an potentielle Kandidaten auch zum Feld Social Recruiting. Daher könnte man bei Performance Recruiting also auch von „Social Recruiting Ads“ beziehungsweise Social Recruiting Werbeanzeigen sprechen.

Der Prozess des Performance Recruitings kurz erklärt

Am Anfang steht die Zielgruppe. Das Unternehmen entscheidet sich, an wen sich die Recruiting Ad, sprich: die Stellenanzeige, richten soll. Hier spielen z.B. folgende Parameter eine Rolle:

  • Ort
  • Bildungsstand
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung

All diese Parameter können wir beim Performance Recruiting im Rahmen des Targetings einstellen, um die richtigen, geeigneten Personen anzusprechen. Der entscheidende Vorteil von Anzeigen auf Facebook, LinkedIn & Co. ist, bestimmte Nutzersegmente sehr gezielt ansprechen zu können.

Somit lassen sich Streuverluste reduzieren, die Performance enorm steigern, und das eingesetzte Budget wird geschont.

Eingangs erwähnten wir, dass Performance Marketing Werbemaßnahmen messbar und optimierbar macht. Dies gilt auch für Performance Recruiting, und so können wir sehr schnell erkennen, über welche Wege wir unsere Wunschkandidaten effizient erreichen. Und über welche nicht.

Beispielhaftes Targeting

Plattform:
Facebook

Stellenangebot:
Steuerfachangesteller (m/w/d) in München

Targeting:
(wer bekommt die Recruiting Ad zu sehen):

  • Ort:
    München, +15km Umgebung
  • Alter:
    Offen / Alle
  • Personen mit diesen Merkmalen:

Interessen: Wirtschaftshochschule, Einkommensteuer, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Rechtsanwaltsfachangestellter, Geld, Finanzen, Rechnungswesen, Persönliche Finanzen, Wirtschaftswachstum, Rechtsberatung, Steuerrecht, Steuererklärung, Liquidität, Bilanzgewinn, Lohnsteuer (Deutschland), Finanzbuchhaltung, Rechtsanwalt, Steuer, Buchhaltung, Finanzanalyst, Wirtschaft, Jahresabschluss, Finanzmathematik, Recht, Steuerberater oder Controlling

Branche: Verwaltungsdienstleistungen, Rechtsberatung, Unternehmen und Finanzen oder Rechnungswesen und Mathematik

Über Performance Recruiting können wir praktisch jede Person eines sozialen Netzwerks ansprechen. Wir müssen uns nicht auf diejenigen beschränken, die auf Jobsuche sind oder sich bei Jobportalen angemeldet haben. Von Facebook bis LinkedIn können wir eine gewaltige Bandbreite an unterschiedlichen Personen ansprechen. Und eben solche, die nicht aktiv nach einem Job suchen, aber durchaus für offen für Angebote sind. Diese bezeichnen wir als »passive Kandidaten«.

Die meisten Top-Kandidaten sind selten im aktiven Jobmarkt verfügbar, da sie fast nie arbeitslos oder auf Jobsuche sind. Gerade diese passiven Kandidaten sind oft deutlich attraktiver für Unternehmen als die aktiv Suchenden.

Wenn ihr die Zielgruppe definiert und euch für eine oder mehrere Plattformen entschieden habt, setzt ihr im nächsten Schritt die Kampagne auf.

Die Social-Recruiting-Kampagne besteht aus einer oder mehreren Anzeigen (in Bild,  Text und/oder Video), welche die Zielgruppe auf die zu besetzende Stelle aufmerksam macht. Klickt der potentielle Bewerber auf die Anzeige, gelangt er auf eine Landingpage oder – besser noch – auf einen mobilen Bewerberfunnel, wo er alle relevanten Informationen zur offenen Stelle erhält.

Fühlt er sich angesprochen, bitten wir den Interessenten, ein paar Fragen zu sich und seinem Werdegang zu beantworten. Dies ist die Vorqualifizierung, in welcher wir die wichtigsten Rahmenparameter des Bewerbers abfragen: Qualifikationen, Berufserfahrung, ggf. Umzugsbereitschaft usw.

Am Ende schickt er seine Bewerbung mit einem Klick ab. Ihr erhaltet umgehend alle Informationen, Antworten auf die Vorqualifizierung, sowie Kontaktdaten des Interessenten.

Nun könnt ihr schnell und einfach mit Bewerbern in Kontakt treten, die euren Vorstellungen entsprechen. Natürlich ist das nur eine sehr verkürzte und vereinfachte Version des Prozesses. Performance Recruiting hat noch viele weitere Formen und Nuancen.

Mehr dazu könnt ihr in unserem kostenlosen Whitepaper zum Thema Performance Recruiting erfahren.

Vorteile von Performance Recruiting

Mit Performance Recruiting erreicht ihr Menschen dort, wo sie sich sowieso täglich aufhalten: Auf der Social-Media-Plattform ihrer Wahl. Eure Jobs-Anzeigen fallen dort auch jenen potentiellen Bewerbern auf, die vielleicht nicht einmal auf Jobsuche sind, aber dennoch wechselwillig sind.

Dieses Potential ist nicht zu unterschätzen. Allein in Deutschland sind jeden Monat rund 32 Millionen Menschen auf Facebook und Instagram unterwegs und 14 Millionen auf LinkedIn. Diese Personen kann euer Unternehmen mit den richtigen Parametern gezielt ansprechen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr das Zepter selbst in der Hand haltet. Ihr müsst nicht abwarten, bis sich der richtige Bewerber oder die richtige Bewerberin bei euch meldet, sondern sprecht die passenden Personen mit den Performance Recruiting Ads gezielt an. Und zwar so lange, bis ihr die richtigen Kandidaten für die nächste Runde gefunden habt.

Erreicht die Besten

Mit Performance Recruiting erreicht ihr außerdem die besten Kandidaten ihren Fachs. Auf klassischen Jobportalen finden sich oft Bewerber wieder, die momentan keinen Job haben oder Menschen, die schon länger auf der Suche sind. In den sozialen Medien hingegen sind die potentiellen Kandidaten nicht nach diesen Kriterien vorsortiert. Hier finden sich auch die Arbeitnehmer wieder, die schon seit langer Zeit einen guten Job machen und kein Problem hätten schnell einen neuen zu bekommen.

Der schlanke Prozess beim Performance Recruiting erleichtert die Arbeit für Bewerber und Unternehmen. Denn der Bewerber kann zeitgemäß mit seinem Smartphone in wenigen Minuten sein Interesse bekunden und erste Informationen über sich an das Unternehmen weiterleiten. Das Unternehmen wiederum bekommt die Daten von interessierten Bewerbern, die bereits bei der Auswahl der Zielgruppe vorgefiltert wurden. So beschränkt sich die Anzahl an Bewerbungen, die von Vornherein aussortiert werden müssen auf ein Minimum.

Letztendlich eignet sich Performance Recruiting auch wunderbar für wiederkehrende Stellen. Denn hier ist das Grundgerüst in Form der Kampagne bereits vorhanden und muss einfach nur noch einmal aktiviert werden, um neue Bewerber zu generieren. Noch besser: Auf Basis der vorherigen Erfahrungen mit dieser Kampagne und der bereits gesammelten Daten könnt ihr ganz einfach an den richtigen Stellschrauben drehen, um sie anzupassen.

Fazit

Was ist Performance Recruiting und was sind meine Vorteile?

Mit Performance Recruiting kann euer Unternehmen effektiv und gezielt passende Bewerber generieren, indem ihr Anzeigen in den passenden Social Media Netzwerken schaltet. Diese erscheinen zwischen den übrigen Beiträgen im Newsfeed eurer Zielgruppe, welche oft gar nicht wahrnimmt, dass ihr sie gezielt targetiert habt. Ihr sucht also auf unaufdringliche Art und Weise an dem Ort, wo sich die potentiellen Bewerber sowieso schon aufhalten.

So könnt ihr relativ schnell qualifizierte Bewerbungen generieren und direkt Top-Kandidaten für eine vakante Stelle ansprechen. In Kombination mit einem Bewerberfunnel oder einer ähnlichen Vorqualifizierung verschlankt dies den oft sperrigen Bewerbungsprozess enorm und spart eurem Unternehmen dadurch viel Arbeit und Geld, bei quantitativ und qualitativ besseren Ergebnissen. Für Bewerber ist dieser Prozess gleichermaßen angenehmer als klassische Bewerbungswege, da sie sich schnell und ohne lange Anschreiben über ihr Smartphone bei euch bewerben können.

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