Vorqualifizierung: Was muss ich beachten?

Haltet die Prozess so kurz wie möglich und so lang wie nötig.

Ein essentieller Bestandteil jeder Performance-Recruiting-Kampagne ist der Vorqualifizierungsprozess. Ihn findet ihr am Ende des Funnels wieder. Nachdem der potenzielle neue Mitarbeiter auf die Anzeigenkampagne geklickt hat und sich auf der Landingpage ausführlich über die von euch angebotene Stelle informiert hat, kommt er in den Vorqualifizierungsprozess.

Zu diesem Zeitpunkt ist sich der Bewerber relativ sicher, dass er sich auf die Stelle bewerben möchte. Allerdings kann die Vorqualifizierung dieses Interesse wieder zunichtemachen, wenn ihr den Prozess nicht sorgfältig gestaltet und auf die Kandidaten abstimmt. Darum geben wir euch einige Tipps, was ihr beachten solltet und wie ihr eine gute Vorqualifizierung gestaltet.

Was muss ich beachten?

Die Faustregel für die Vorqualifizierung lautet: Haltet sie kurz, holt euch alle wichtigen Informationen. Ist der Prozess zu lang, verliert der potenzielle Bewerber womöglich das Interesse und schließt die Seite, ohne die Bewerbung abgeschlossen zu haben. Und das bedeutet für euch eine Bewerbung weniger in eurem Postfach.

Auf der anderen Seite möchtet ihr natürlich alle wichtigen Informationen über die Kandidaten haben, damit ihr die eingehenden Bewerbungen direkt richtig einordnen könnt. Beziehungsweise, damit die Bewerbungen schon durch euer System vorsortiert werden können, sobald Bewerber ihre Antworten abgeben.  

Der Prozess hat zwei Hauptziele: 

        • Zum einen möchtet ihr feststellen, ob die Bewerber eure Anforderungen erfüllen
        • Zum anderen möchtet ihr die Bewerber im Vorfeld so gut wie möglich beurteilen können

Das solltet ihr immer im Hinterkopf behalten, wenn ihr euch überlegt, welche Fragen ihr in den Vorqualifizierungsprozess nehmen möchtet. Denn nicht alle Fragen erfüllen diesen Zweck und haben deshalb nichts im Prozess zu suchen.

Welche Fragen sollte ich stellen?

Die Vorqualifizierung umfasst die Fragen, die ihr als Unternehmen den Bewerbern stellt. Darum solltet ihr euch gut überlegen, welche ihr in den Katalog aufnehmt oder auslasst. Behaltet im Hinterkopf, dass der Vorqualifizierung keine Stellenanzeige vorgeschaltet ist, wie es bei einem klassischen Prozess der Fall ist. Deshalb müsst ihr mit euren Fragen Informationen einholen, die sonst von der Anzeige abgedeckt werden würden.

Was euer Bewerber sieht, ist eine Landingpage mit den Informationen zur beworbenen Stelle. Und auf die sollten eure Fragen zugeschnitten sein. Einem angehenden Tischler solltet ihr andere Fragen stellen als einem Investmentbanker oder einem IT-Profi.

Dennoch gibt es einige Fragen, die sich faktisch in jedem Berufssektor wiederfinden. Zu diesen gehören:

        • Die Berufserfahrung der Bewerber
        • Die Ausbildung der Bewerber 
        • Das Alter der Bewerber

Die anderen, zusätzlichen Informationen sind zumeist auf die zu besetzende Stelle bezogen. Hier geht ihr ähnlich wie bei einer klassischen Stellenanzeige vor, um die Fragen zu formulieren: Ihr definiert, was der Bewerber mitbringen sollte, um für eure Position geeignet zu sein. Danach fasst ihr diese Voraussetzungen elegant in möglichst wenigen Fragen zusammen, mit dem Ziel, viele, und vor allem: die notwendigen Informationen zu gewinnen.

 

Die Art der Frage ist ein wichtiger Faktor. Klassische Ja-Nein-Antwortoptionen senken die Schwellen für Bewerber, Antworten zu geben und erleichtern eurer Datenbank die Klassifizierung. Denn diese kann die Antworten speichern, unmittelbar auswerten und einsortieren. Das spart ihr euch einiges an Arbeit. 

Wichtig ist, dass die Fragen das Anforderungsprofil eures Unternehmens widerspiegeln.

Nicht immer sind Ja-Nein-Optionen der Königsweg. Offene Fragen erlauben Kandidaten, eigenen Text einzutippen und somit individuell zu antworten. Zwar kann der Bewerber so ein eigenes Profil schärfen und geben euch Aufschluss über seine Persönlichkeit oder Kreativität. Aber das Texttippen kostet ihn allerdings mehr Zeit.

Offene Fragen müsst ihr selbst auswerten, da kaum ein Algorithmus in der Lage ist, die Sätze in einen Sinnzusammenhang zu bringen. Auch das kostet wieder Zeit. Es ist daher bei den Kandidaten empfehlenswert, die durch die geschlossenen Fragen in die engere Auswahl kommen.

Zusammenfassung: Vorqualifizierungsprozess

Im Grunde ist es einfach, die Fragen für den Vorqualifizierungsprozess zu formulieren. Wichtig ist, dass ihr die zu besetzende Stelle und die Qualifikationen wie Kenntnisse in- und auswendig kennt. Nur so seid ihr in der Lage, die Antworten zu gewichten und letztlich zu entscheiden, welcher Bewerber geeignet ist. 

Darüber hinaus solltet ihr darauf achten, dass der Vorqualifizierungsprozess kurz ist, da euch sonst vielversprechende Bewerber in diesem Schritt abspringen könnten. Der Schlüssel zum Erfolg ist, die richtige Balance zu finden.

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Bernd von Wahlert - CEO

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  1. Funnel Insights – von den Zahlen zur Analyse - Blog | Wahlert Media - […] Nach der Analyse könnt und solltet ihr also nachjustieren. Fragen könnt ihr umformulieren, Abfragen neu strukturieren oder rauswerfen. Und…

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