LinkedIn Recruiter vs Performance Recruiting

Welche Methode eignet sich für wen?

Das bekannte internationale Berufsnetzwerk LinkedIn hat mit LinkedIn Recruiter eine hauseigene Funktion, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Das macht ja auch durchaus Sinn, da viele Unternehmen das Netzwerk genau zu diesem Zweck nutzen. Wir schauen uns an, was LinkedIn Recruiter macht und wie es im Vergleich mit Performance Recruiting abschneidet. 

Die Funktionen von LinkedIn Recruiter

LinkedIn Recruiter ist das Recruitment-Tool von LinkedIn, welches sich an Unternehmen richtet, die auf der Plattform nach neuen Mitarbeitern suchen. Durch unterschiedliche Abstufungen wie die Lite-Variante des Tools ist es aber auch für kleine Unternehmen oder Einzelpersonen interessant. Mit den unterschiedlichen Varianten schwanken auch die Features des Tools. 

Die Grundfunktionen von LinkedIn Recruiter sind schnell und einfach erklärt: Es erlaubt euch mit vielen Parametern gezielt nach LinkedIn-Mitgliedern zu suchen, welche ihr dann per InMail direkt anschreiben könnt. Die InMail ist die Direktnachrichten-Funktion von LinkedIn. Laut LinkedIn selbst könnt ihr so über 706 Millionen aktive Mitglieder auf LinkedIn erreichen, von denen 90 Prozent offen für neue berufliche Möglichkeiten sind. Ebenfalls laut LinkedIn sind von allen Mitgliedern mehr als 16 Millionen aus der DACH-Region.

Das sind eine ganze Menge Menschen, unter denen ihr sicherlich einige passende Kandidaten finden könnt. Zumindest wenn ihr die Filter für eure Suchen auf die Stelle anpasst. Ihr könnt nach Position, Ausbildung, Abschlussjahr, Standort, Kenntnissen und mehr suchen. Dabei könnt ihr auch Suchfelder kombinieren oder ausschließen. 

Die unterschiedlichen Lizenz-Stufen

Wie eingangs erwähnt, gibt es auch eine Lite-Version des LinkedIn-Recruiters. Dazu eine Professional- sowie eine Corporate-Version. Welche davon am besten zu euch passt, hängt davon ab, wie groß euer Unternehmen ist und wie viele Mitarbeiter ihr im Jahr sucht. Die entscheidenden Unterschiede der Versionen liegen in der Anzahl der InMails pro Monat und der Suchfilter, die ihr einstellen könnt.

Aber auch die Lizenzrechte unterscheiden sich: Bei der Lite-Version liegt diese auf einem privaten Konto, während bei Professional und Corporate die Lizenz beim Unternehmen liegt.

Die Lite-Version nutzt ihr also am besten, wenn ihr ein selbstständiger Recruiter oder alleine für das HR-Management im Unternehmen zuständig seid. Allerdings sind mit dieser Version auch die anderen Parameter eingeschränkt. Ihr bekommt nur 7 Suchfilter, wobei es bei Professional und Corporate mehr als 35 sind. Dadurch habt ihr mit der Lite-Lizenz weitaus weniger Möglichkeiten, gezielt passende Kandidaten zu finden. 

Auch eure InMails pro Monat sind auf 30 beschränkt. Das sollte allerdings kein großes Problem für euch sein, da ihr wahrscheinlich nur wenige neue Leute im Monat anheuert, wenn ihr die Abteilung alleine betreibt. Nutzer der Professional-Lizenz können sich schon ganz anders austoben. Sie können bis zu 100 InMails im Monat verschicken. Und wenn ihr so richtig die Post raushauen wollt, könnt ihr das mit der Corporate-Lizenz tun, die bis zu 150 InMails im Monat erlaubt. 

Außerdem schränkt LinkedIn ein, wen ihr mit eurer Lizenz finden könnt. Wieder seid ihr mit der Lite-Lizenz sehr eingeschränkt. Hiermit sucht ihr ausschließlich innerhalb eures Netzwerkes bis zu Bekanntschaften dritten Grades. Mit dem Professional-Level bekommt ihr Zugang zum gesamten LinkedIn-Netzwerk allerdings nur für 30 Ansichten pro Monat. Unbegrenzt könnt ihr euch wieder mit der Corporate-Lizenz umschauen. Hiermit könnt ihr das gesamte Netzwerk finden und zwar so viel und oft ihr möchtet.

Was kostet der LinkedIn Recruiter?

Leider werden die Preise seitens LinkedIn nicht transparent dargelegt. Interessiert Ihr euch für eine bestimmte Lizenzstufe, müsst ihr Kontakt mit dem Vertriebsteam von LinkedIn aufnehmen, welches euch dann ein individuelles Angebot unterbreitet.

Welche Lizenz eignet sich für wen?

Die Lite-Lizenz schränkt euch wirklich stark ein, da ihr nur in eurem Netzwerk bis zum dritten Grad suchen könnt, nur sieben Suchfilter habt und auf 30 InMails beschränkt seid. Das bedeutet auch, dass eure Suche davon abhängt, mit wie vielen Menschen ihr auf LinkedIn vernetzt seid. Das ist meiner Meinung nach eine merkwürdige Einschränkung für einen bezahlten Service. Habt ihr allerdings ein großes Netzwerk und braucht eher selten neue Leute für euer Unternehmen, könnte die Lite-Version durchaus eine Alternative sein. 

Wenn ihr oft auf der Suche nach neuen Mitarbeitern seid, sind die Professional- und Corporate-Lizenzen eine echte Option. Diese unterscheiden sich hauptsächlich im Umfang. Von den Funktionen her sind sie identisch. Hier kommt es also darauf an, wie viele neue Mitarbeiter ihr in welcher Frequenz sucht.

LinkedIn Recruiter oder Performance Recruiting?

Wie ihr vielleicht über unsere Seite mitbekommen habt, gewinnt der Ansatz des Performance Recruitings aktuell stark an Zulauf. Hier spielen wir gezielt Stellenanzeigen an potentielle Kandidaten über Social Media aus. Da es beim Performance Recruiting im Prinzip um dieselbe Zielgruppe wie beim LinkedIn Recruiter geht (zumindest wenn wir Performance Recruiting auf LinkedIn betreiben), wollen wir die beiden Ansätze einmal vergleichen: Was unterscheidet den LinkedIn Recruiter und Performance Recruiting und für eignet wen sich welche Methode?

Wenn ihr mit Performance Recruiting noch gar nichts anfangen könnt, erkläre ich euch die Grundlagen hier. 

Bei der Zielgruppeneingrenzung unterscheiden sich die beiden Methoden, abhängig davon, welche Recruiter Lizenz ihr verwendet. Mit dem Recruiter in der Lite-Version sucht ihr nur in eurem eigenen Netzwerk mit den beiden anderen Plänen auf dem gesamten LinkedIn-Netzwerk. Durch die Spotlight-Funktion des LinkedIn-Recruiters habt ihr zusätzlich die Möglichkeit, nach Kandidaten zu suchen, die:

  • “Offen für neue Möglichkeiten” im Profil eingestellt haben
  • Sich bereits einmal bei euch beworben haben
  • Kontakte in eurem Unternehmen haben
  • Auf eure Arbeitgebermarke bei LinkedIn bereits mindestens einmal reagiert haben

Das ist meiner Meinung nach eine schöne Filterfunktion, da ihr so Kandidaten finden könnt, die entweder Interesse an eurem Unternehmen gezeigt haben oder mindestens offen für ein Angebot sind. 

Beim Performance Recruiting stehen euch alle LinkedIn-Mitglieder ohne Einschränkung als Zielgruppe zur Verfügung. Es handelt sich also beim Performance Recruiting um dieselbe Zielgruppe, allerdings ohne Einschränkungen. Bei beiden Methoden habt ihr gute Mechanismen, um potenzielle Kandidaten von vornherein einzugrenzen.

Die präzisere Methode, um eure Zielgruppe zu filtern, bietet euch definitiv das Performance Recruiting. Hier arbeiten wir mit dem Kampagnen-Manager, der euch praktisch keine Grenzen setzt. Wenn ihr als Unternehmen also wisst, wen ihr ansprechen möchtet, könnt ihr diese Personen mit dem Manager gezielt targetieren. Der Kampagnen-Manager steht kostenlos zur Verfügung. Wir bezahlen lediglich für die Ausspielung unserer Werbeanzeige und somit nur für erreichte Personen – nicht für die Nutzung per se.

Aktiv oder passiv?

Der zweite große Unterschied ist die Art der Kontaktaufnahme. Bei dem LinkedIn Recruiter kommt das sogenannte Active Sourcing zum Einsatz, wo das Unternehmen oder Recruiter interessante Kandidaten gezielt per Direktnachricht ansprechen. Dies ist, wie oben beschrieben, auf eine relativ übersichtliche Anzahl an Direktnachrichten begrenzt. Ihr erreicht also einen sehr begrenzten Personenkreis. 

Beim Performance Recruiting erreicht ihr hingegen tausende Personen und verfolgt einen passiven Ansatz. Hier trägt der Bewerber seine Informationen freiwillig ein, nachdem er eure Anzeige gesehen hat, mit der Bitte, von euch kontaktiert zu werden. Dazu erhaltet ihr durch den Vorqualifierungsprozess die wichtigsten Informationen über den potenziellen neuen Mitarbeiter noch bevor ihr ein Wort mit ihm oder ihr gewechselt habt.

Diese Methode erspart euch sehr viel Arbeit, da ihr nur mit den Kandidaten redet, die euren Vorstellungen entsprechen und noch wichtiger: Die auch wirklich angesprochen werden wollen. So profitiert ihr, da ihr Arbeitsaufwand einspart und etliche Kontaktanbahnungsversuche und Konversationen mit Kandidaten vermeidet, die momentan gar nicht wechselwillig sind.

Fazit: LinkedIn Recruiter oder Performance Marketing?

Beide Methoden haben grundsätzlich etwas für sich. Allerdings bietet das Performance Recruiting eine genauere Filterung der Kandidaten, nach denen ihr sucht, und es erspart euch einiges an Arbeitsaufwand, da ihr nur mit wechselwilligen Personen in Kontakt tretet. Auch die schiere Anzahl an Personen, die ihr erreichen könnt ist um ein vielfaches höher. Durch den passiven Ansatz geben euch die Bewerber die Informationen freiwillig und ohne Mehraufwand von eurer Seite.

Der LinkedIn Recruiter ist dennoch ein schönes Tool, mit dem ihr neue Mitarbeiter im LinkedIn-Netzwerk finden könnt. Es bietet viele Möglichkeiten zur Filterung der potenziellen Kandidaten und lässt euch die entsprechenden Leute ansprechen. Allerdings seid ihr bei der Anzahl der Kandidaten die ihr ansprechen könnt beschränkt. Unterm Strich ist Performance Recruiting die effizientere Methode, da sie euch Arbeitsaufwand und Kosten spart.

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